
Es geht um dieses Netzteil von Hewlett-Packard

Wenn das Netzteil vom Netz getrennt ist, werden die 4 Stück Deckel-Schrauben gelöst (Philips Nr2)
Der Deckel wird 90 Grad nach oben geklappt und nach unten weggezogen. (Nicht seitlich verschieben wie bei vielen anderen Servernetzteilen)
Die Isolierfolie wird vorsichtig gelöst, nach unten geklappt und mit Klebeband fixiert, sonst kann man nicht löten.
Wir interessieren uns für die seitliche Platine.

Gelötet wird an der unteren Kontaktreihe am 4. Pin von rechts (gelbes Oval) und am rechten oberen Anschluss vom rechten Poti (gelber Kreis)
Im Beitrag ganz unten ist ein Video verlinkt, bei dem der linke Anschluss des Poti benutzt wird. Ich habe beide Varianten ausprobiert und konnte keinen Unterschied in der Leistung oder im Einstellbereich feststellen.

Diese beiden Kontakte werden mit einem 20 k-Ohm Widerstand verbunden (ich hatte keinen auf Lager, daher habe ich einen 15k und einen 5,1k in Serie gelötet)
Ich habe auch einen 22 k ausprobiert. Bei dieser Variante hat das Netzteil bei 13,8 Volt 1,5 Ampere geliefert, bei 3 Ampere hat es sich ausgeschaltet :-(
Die genaue Lage siehe Foto. Vor dem Löten Isolierschlauch überziehen!
So oder so ähnlich sollte es fertig aussehen.

Der diffizile Teil wäre somit erledigt!
Nachdem das Servernetzteil vom Server den Einschaltbefehl bekommt, müssen wir noch auf der Rückseite die Kontakte 33 und 36 brücken.
Dieses Netzteil braucht keinen Widerstand, sondern nur eine Null Ohm Brücke.
Im eingeschalteten Zustand läuft der Lüfter automatisch auf langsamer, bei mir sehr leiser Stufe mit.

Nun wirds gefährlich, wir arbeiten unter Spannung.
Es ist aber möglich, die Isolierfolie wieder in Originalposition zu bringen und die kleinen seitlichen Öfnungen, die bereits herstellerseitig vorgesehen sind, für die Einstellung der Spannung zu nützen.
Netzspannung anschliessen und die Spannung am Ausgang messen.
Bei mir waren es auf Anhieb 13,68 Volt.

Am rechten Poti die Spannung fein justieren.
Gegen den Uhrzeigersinn steigt die Spannung, mit dem Uhrzeigersinn fällt sie.
Das Netzteil hat einen Überspannunsschutz (OVP).
Dieser hat bei mir bei 13,9 Volt ausgelöst und das Netzteil hat sich ausgeschaltet.
Wenn ich das Poti aber auf der zu hohen Position lasse und das Netzteil vom Netz nehme und neu anstecke, scheint der Überspannunsschutz nicht mehr zu greifen.
Habe aber keinen Test unter Last gemacht, ob das Netzteil auch dann die Überspannunsschutzschaltung ignoriert.
Ich habe mein Netzteil auf 13,8 Volt bei 0,5 Ampere Last eingestellt.


Das Netzteil kann die Spannung nicht exakt halten, sondern die Spannung sinkt mit zunehmender Last.
Bei 50 Ampere ohmsche Last hatte ich noch 13,36 Volt
Auch im Originalzustand kann es die 12,3 Volt nicht halten, sondern sinkt bei 50 A auf ~ 11,7 Volt
Von oben gesehen liegt am rechten großen Kontakt der "Plus" Pol, am linken großen Kontakt der "Minus" Pol.

Ein 45 A PowerPol Anschluss ist eine gute Lösung:

Für das Anschlusskabel noch eine Zugentlastung vorsehen und die Kontakte isolieren!
Nachdem meine Gewebeband schon einige Jahre auf dem Buckel hat, habe ich zusätzlich mit Heisskleber das Klebeband an der Platine gesichert.

Gleiches Netzteil: Info auf youtube: https://youtu.be/MQwuC1_SIbE
Im Video wird aber der linke Anschluß vom Poti verwendet.
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